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Königsberg
Die Pfarrkirche "St. Josef" wurde nach
einem Modell des Dombaumeisters Hans Schädel gebaut. Grundsteinlegung war am
02. September 1956. Am 29. September 1957 weihte der Würzburger Bischof
Stangl unter Assistenz von Pfarrer Stickler und der Dekane Rüdenauer (Zeil)
und Hartmann (Hofheim) die neue Kirche.
Das Bauwerk verkörpert ein Zelt Gottes
unter den Menschen. Diese Idee des Architekten geht auf den
alttestamentlichen Wüstenzug des Volkes Israel ins gelobte Land zurück.
Moses gebot, ein Zelt für die Bundeslade zu errichten. Mit dem Bau soll uns
heutigen Menschen vor Augen gestellt werden, dass auch wir auf Erden keine
endgültige Bleibe haben; als "pilgernde Kirche" sind wir unterwegs in die
ewige Heimat. Die Kirche ist aus Sandsteinquadern von den Zeiler
Steinbrüchen und einheimischen Hölzern erbaut, die ein Gefühl von
Geborgenheit und Beständigkeit vermitteln sollen.
über eine breite Steintreppe erreicht man
das Kirchenportal. Das Fries, eine eindrucksvolle Steinmetzarbeit des
Würzburger Bildhauers Otto Sonnleitner, weist auf das Letzte Gericht hin.
Der rechte Engel mit dem Buch des Lebens in der Hand zeigt nach oben ins
Licht und Leben, der linke mit dem Flammenschwert deutet hinab in die
Finsternis, in den Tod. An der Stirnwand der Taufkapelle stellt ein Mosaik
aus Naturstein die Geburt Christi dar (Georg Hoffmann, München). Der von
Maria geborene Gottessohn beruft alle Menschen in das neue Gottesvolk. In
ihm sollen alle das Leben haben. Aufgenommen werden sie durch die
Wiedergeburt in der Taufe im Wasser und im heiligen Geist.
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Wenn man in das Kirchenschiff eintritt,
beeindruckt der Raum durch seine harmonischen Maße. Das einfallende Licht
lenkt den Blick auf den Altar. Eingemauert ist der sogenannte Altarstein mit
Reliquien. Der klassischen Form des Altars entsprechen der von der Firma Max
Bessler, Würzburg, geschaffene Tabernakel und die Leuchter. Das Altarbild
hat Hans Langhojer aus Fürth als Kaseinmalerei mit Wachstechnik ausgeführt.
Er stellt das Lamm Gottes aus der Offenbarung des Johannes dar und ist ein
Sinnbild für Christus. Das Lamm ist umgeben von den Symbolen der vier
Evangelisten. Links vorne auf einem aus Sandstein gemeißelten Lebensbaum
steht die Heilige Familie. Die Madonna kommt aus der Werkstatt des
Bildhauers Franz Martin, Würzburg, der Heilige Josef - unser Kirchenpatron -
von Helmut Weber, Würzburg.
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